Sieben Generationen haben einander hier im «Bois du Luc» abgelöst, andere sind aus weit entfernten Gegenden dazugekommen. Seit 1685 lockte die Kohleförderung Männer, Frauen und Kinder zu den Gruben. In die Schächte, die Menschen verschlangen und dafür Kohle ausspuckten. Kohle, um Lokomotiven anzufeuern, für die Öfen der Häuser und der zahlreichen Industriebetriebe.
Der «Bois du Luc», denkmalgeschütztes Kulturgut  Walloniens und auf die Liste zum UNESCO Weltkulturerbe gesetzt, wurde im frühen 19. Jahrhundert errichtet und lässt Sie eintauchen in den Alltag und das Arbeitsleben seiner Bewohner. Von den unterirdischen Stollen bis zu den höchsten Punkten der Halden erhalten Sie Einblicke in die verschiedenen Funktionsmechanismen dieses Patronats. Im Schutze einer Festung wie aus dem Mittelalter finden sich Orte der Arbeit : die Büros, der Lohnsaal, die Grube Saint-Emmanuel und die Werkstätten, in denen man Holz und Metall verarbeitet hat. Dem Bollwerk entspricht jene Stadt, die - unbeeindruckt von allen städtebaulichen Erschütterungen - vom Patronat ersonnen, entworfen und erbaut wurde. Die Arbeiter wohnten (mehr als 166 Häuser), ernährten sich (Lebensmittelgeschäft, Metzgerei, Brauerei), vergnügten sich (Park und Kiosk, Festsaal, Café, zahlreiche durch die Kohlengrube finanzierte Freizeitangebote), wurden gepflegt (Pflegeheim, Krankenhaus), beteten (Kirche der Hl. Barbara), lernten (Schulen) in jener Stadt. Sie wurde nach kapitalistischen Erwägungen konzipiert und ließ sich von den bewaldeten Halden aus, jenen Pyramiden der Mühsal, ganz und gar kontrollieren.